Eine Frage der Mittel – Was muss mit?

Die wohl aufdringlichste Frage, wenn man zum ersten Mal Lightpainting-Bilder sieht, ist, was man dazu braucht und wie es funktioniert. Die gute Nachricht, die meisten dürften schon fast alles für die ersten Schritte daheim haben.

Eine Kamera, bevorzugt mit der Möglichkeit der Bulb-Belichtung, ein Stativ und eine Lichtquelle sind prinzipiell alles was für die ersten Bilder notwendig ist. Dies sollte sich im Fotografenhaushalt noch auffinden lassen. Der Aufwand ist ansonsten erstaunlich gering. Sachen packen und im Dunkeln oder zur blauen Stunde raus ins Freie. Ich fand es für die ersten Experimente absolut okay, die Kamera bei einer Belichtungszeit von 5-10 Sekunden so einzustellen, dass der Hintergrund schwarz ist.

Wenn kein Fernauslöser zur Hand ist, sollte man sich seinen Standpunkt markieren und beleuchten. Die Kamera per manuellem Fokus auf die Lampe scharf stellen und den Selbstauslöser aktivieren. Ist auch der nicht vorhanden, ist eine zweite Person notwendig, die die Kamera auslöst.

Vom Auslösen der Kamera habt ihr nun die eingestellte Belichtungszeit um mit der Lampe verrückt zu spielen. Blinkmodus, Dauerlicht, Hand vorhalten zum abdunkeln. Kleiner Tipp: startet eure Zeichnung in der Bewegung nicht im Stillstand. Ihr könnt schreiben, verrückte Formen zeichnen, mit dem beleuchteten Fahrrad vorbeifahren und so weiter…

Für mich ist inzwischen noch einiges mehr an Ausrüstung immer dabei. Ich gehe beispielsweise nie ohne Fernauslöser los. Kein Verwackeln der Kamera beim Auslösen, nicht ständig zur Kamera laufen nach jedem Bild, alles ist deutlich entspannter. Außerdem wird das Licht einer einfachen Taschenlampe schnell ein wenig langweilig und man möchte mehr. Dabei eröffnet sich die große weite Welt der Lichtformer.

Hier beginnt der Spaß erst richtig. Nach und nach werde ich euch in separaten Beiträgen meine Tools vorstellen. Zur Zeit habe ich Plaxiglasrohre, Plaxiglasplatten, Lamettapuschel, Lichterketten und Glasfasern im Einsatz. Der Kreativität sind hier jedoch keine Grenzen gesetzt. Angeleuchtete PET-Flaschen in verschieden Farben und mit verschieden Dingen gefüllt sind genauso geeignet. Ich schmeiße inzwischen nichts mehr weg ohne mir Gedanken darüber zu machen, ob man das nicht doch noch für derartiges benutzen kann. Das Kind im Manne halt…

Zuletzt kann man seine Bilder noch durch ein geeignetes Model oder eine interessante Location aufpeppen. Dazu wird es aber auch noch einmal gesonderte Beiträge geben.

Für den Fotografen ist dunkle, den ganzen Körper bedeckende Kleidung gut geeignet, um auf den Bildern später nicht sichtbar zu sein. Wie ihr den Stealth-Modus aktiviert, gibt’s auch noch extra.

Wie ihr seht, wir haben noch viel zu berichten. Schaut gerne wieder rein. 🙂

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