Nicht lachen, bitte! Das Posing

Es ist wohl mit einer der seltensten Fälle während eines Shootings, diese Ansage vom Fotografen: „Und jetzt mal nicht lachen, bitte!“. Normalerweise möchte man während vieler Shootings Natürlichkeit und Spontanität zeigen, gerade als Modell. Doch beim Lightpainting sieht das anders aus. Die hohe Belichtungszeit und das Spiel mit dem Licht fordern von dem Modell Konzentration und vor allem Ruhe. Wenn man sich während eines Fotoversuchs bewegt oder spontan anfangen muss zu lachen, weil man mit dem Tube eine gewischt bekommt, der hat am Ende auf dem Bild womöglich drei Beine oder zwei Köpfe. Und da das witzig aussieht, aber selten vorzeigbar ist, heißt es für das Modell: Bitte still stehen!

Die Pose

Generell gilt beim Lightpainting: Alles ist erlaubt! Da man vorher nie wirklich weiß, wie die Bilder im Endeffekt aussehen, kann man sehr experimentierfreudig sein. Um aber eine kleine Orientierung zu haben, hier ein paar Tipps an die Modelle:

  • Outdoor Lightpainting

Draußen macht Lightpainting besonders viel Spaß, da man eine Menge Platz für Ideen hat. Das Modell sollte aber darauf achten, dass die Posen, die es einnimmt, auch gut erkennbar sind. Das heißt: offene, gut erkennbare Figuren. Für den Anfang kann man sich einige Posen aus dem Yoga heraussuchen, die leicht machbar sind und die man auch still ausführen kann 😉 Auch fantasievolle Figuren, mit z.B. schwungvollen Armen, sind erwünscht. Zu kleine Posen, mit eng anliegenden Gliedmaßen, wirken nicht sonderlich auf Bildern, gerade wenn man nur als Schattengestalt zu sehen ist. Wer das dennoch möchte, sollte das Modell von vorne noch mal anblitzen 🙂 Ansonsten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

So geht’s nicht: Das verwackelte Bein
So geht’s: Der standhafte Krieger
  • Portrait Lightpainting

Hier ist besonders wichtig, dass man still hält, denn je dichter man an der Kamera dran ist, desto unverzeihlicher sind Verwackler. Zur Not muss man halt mal 5 Sekunden die Luft anhalten. Aber auch das ist einfacher, als gedacht, wie ihr in unserem ersten Blogbeitrag seht 🙂 Beim Potraitshooting sind auch alle bekannten Posen erlaubt, die Arme eng anliegend, die Hände an das Gesicht, toller Blick.

  • Selber kreativ werden

Und wenn alles nichts hilft, nimmt auch das Modell einen Tube in die Hand und malt die eigenen Ideen in die Luft. Denn Lightpaintingbilder ohne Modell sehen genauso spektakulär aus.

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